Mi, 25.Oktober bis Mo, 30. Oktober
Seminarhaus „Landguet Ried“ in Niederwangen bei Bern

Seit 49 Jahren findet an wechselnden Orten in Europa jeweils im Herbst die Internationale Frauentagung, statt. Sie dient der fachlichen und persönlichen Weiterbildung von Frauen, die mit biologisch-dynamischen Demeter-Höfen verbunden sind.

„Planetenwirken in uns und um uns“

Das Thema wird täglich in Gruppenarbeiten und künstlerischen Kursen vertieft: Eurythmie, Sprachgestaltung, Singen und Plastizieren. Am Abend erzählen Teilnehmerinnen aus ihren Biographien.

Für die Teilnehmerinnen französischer, spanischer und ev. weiterer Muttersprache wird die gesamte Tagung übersetzt.

 

Zum Hintergrund der Tagung

Maria Thun war während vieler Jahre Herausgeberin des Kalenders „Aussaattage“. 1974 gründete sie die „Internationale Bäuerinnentagung“. Sie wollte den Bäuerinnen, welche die Höfe hüteten, während die Männer die jährliche Landwirtschaftliche Tagung am Goetheanum besuchten, auch eine Gelegenheit zur Weiterbildung geben und ihnen einige Tage „Ferien“ vom strengen Hofalltag ermöglichen.

Seither findet jedes Jahr, meist im November, während vier Tagen die Tagung statt. Um Gärtnerinnen, Winzerinnen und andere beteiligte und interessierte Frauen nicht auszuschliessen, nennt sich die Tagung seit 2015 „Internationale Tagung der Frauen auf den biologisch-dynamischen Höfen“. Die Tagung wird seit vielen Jahren regelmässig von 80 bis über 100 Frauen aus zahlreichen Ländern (A, B, CH, D, DK, E, F, I, N, USA u.a.) besucht.

Eine jährlich wechselnde Gruppe von Frauen einer Region oder eines Landes lädt jeweils zur Tagung ein. Sie organisiert die Unterkunft in einem geeigneten Tagungshaus und die Verpflegung, wenn möglich mit biologischen oder Demeter-Nahrungsmitteln.

Eine andere Gruppe von Frauen, die „Gruppe Inhalt“, gestaltet den inhaltlichen Teil des Treffens. Am Ende einer Tagung werden von den Teilnehmerinnen Themen vorgeschlagen, das definitive Thema und dazu passende Literatur wird zu Beginn des nächsten Jahres den Teilnehmerinnen zur Vorbereitung mitgeteilt. Die „Gruppe Inhalt“ leitet mit Impulsreferaten eine Gruppenarbeit ein, die sich über drei Tage erstreckt. Überdies hat jede Teilnehmerin die Möglichkeit, zum Jahresthema, zum Tagungsort oder auch zu einem für sie persönlich wichtigen Thema einen Beitrag mitzubringen.

Die ganze Organisation geschieht ehrenamtlich.

Die Tagungen beginnen jeweils am Mittwoch mit dem Abendessen und der Vorstellung der Teilnehmerinnen. Donnerstag, Freitag und Samstag sind Arbeitstage. Die Kopfarbeit wird ergänzt durch künstlerische Kurse wie Sprachgestaltung, Eurythmie, Singen, Malen, Plastizieren, usw., je nach Ort und Möglichkeiten. Es bleibt auch Zeit für persönlichen Austausch und Kontakte über Landesgrenzen.

Je nach Bedarf der Teilnehmerinnen gibt es Übersetzungen ins Französiche, Spanische, Dänische, usw.

Am Sonntag findet jeweils ein Ausflug statt, um die Gegend der Tagung kennenzulernen, mit Besuchen auf Landwirtschaftsbetrieben, von Gärten, Kirchen oder anderen besonderen Orten.

Für viele Frauen ist diese Mischung aus fachlicher und persönlicher Weiterbildung wie auch geselligem Beisammensein ein wichtiger, lieb gewordener Anlass im Jahreslauf geworden.