Menschen verbinden und schützen

Landwirtschaft kann Menschen verbinden, Perspektiven schaffen und soziale Teilhabe ermöglichen. In der sozialen Landwirtschaft werden Bauernhöfe zu geschützten Orten des Miteinanders.

Zahlreiche biodynamische Bauernhöfe verbinden Landwirtschaft und soziales Engagement. Sie öffnen ihre Betriebe für Menschen, die Unterstützung suchen – sei es aufgrund von Beeinträchtigungen, psychischen Herausforderungen, Arbeitslosigkeit oder sozialen Schwierigkeiten.

Auf einem Hof gibt es immer etwas zu tun. Tiere versorgen, Gemüse ernten, im Garten arbeiten oder Produkte verarbeiten – all das sind sinnstiftende und befriedigende Tätigkeiten. Für viele Menschen bieten diese Arbeiten nicht nur eine Tagesstruktur, sondern auch das Gefühl, gebraucht zu werden. Hier setzt die soziale Landwirtschaft an: Sie schafft echte Aufgaben in einem realen Umfeld.

Ganzheitlicher Ansatz

Besonders im Umfeld von biologisch-dynamisch wirtschaftenden Höfen wird dieser Ansatz ganzheitlich gedacht. Der Mensch wird nicht auf seine Defizite reduziert, sondern als Teil eines lebendigen Organismus gesehen – genauso wie Boden, Pflanzen und Tiere. Diese Haltung prägt den Umgang miteinander und schafft einen Raum, in dem Entwicklung möglich ist.

Auch für die Betriebe ist die soziale Landwirtschaft eine Bereicherung. Sie werden zu offenen Orten der Begegnung und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. Gleichzeitig entstehen neue Perspektiven für die Hofentwicklung, etwa durch zusätzliche Betriebszweige oder Kooperationen mit sozialen Institutionen.

Biodynamische Höfe in der ganzen Schweiz engagieren sich seit Jahren in diesem Bereich und zeigen, wie Landwirtschaft sozial wirken kann. Sie schaffen Orte, an denen nicht nur Lebensmittel wachsen, sondern auch Menschen.