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23. Januar 2024 – Die Schweizer Demeter-Bewegung feierte in Bern das hundertjährige Bestehen der biologisch- dynamischen Landwirtschaft. Das älteste Bio-Label der Welt steht für eine verantwortungsvolle Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel.

Rund 360 Exponent*innen der Demeter-Bewegung in der Schweiz trafen sich am vergangenen Samstag im Bierhübeli in Bern. Sie feierten den 100. Geburtstag der biodynamischen Landwirtschaft, deren Produkte unter dem Label Demeter vertrieben werden. Die Stimmung war festlich und ausgelassen. Grund zu feiern gab es allemal: Weltweit kann kein anderes Bio-Label auf eine so lange Geschichte zurückblicken.

Im Einklang mit der Natur

Alfred Schädeli, der Präsident des Vereins für biologisch-dynamische Landwirtschaft, blickt auf eine reiche Tradition zurück. Sein Verein, in dem sich die biodynamischen Landwirt*innen zusammengeschlossen haben, ist nur wenige Jahre jünger als die biodynamische Landwirtschaft selbst. Der Verein wurde 1937 gegründet. Alfred Schädeli: «Unsere Art, Landwirtschaft zu betreiben, ist im hohen Alter von 100 Jahren aktueller und relevanter denn je. Wir arbeiten mit der Natur, nicht gegen sie. Unsere Landwirtschaft ist zukunftsfähig – ohne Pestizide und Gentechnik.»

Das gibt es nur bei Demeter: Alle Beteiligten des Lebensmittemarkts arbeiten zusammen. Der Schweizerische Demeter-Verband ist ein Zusammenschluss von Vertreter*innen der Produktion über Verarbeitung und Handel bis zum Konsum. Präsident Herman lutke Schipholt: «Was vor 100 Jahren mit einigen visionären Bauern begann, ist unter dem Label Demeter längst zum Inbegriff für verantwortungsvolle Landwirtschaft und gesunde Lebensmittel geworden.»

Eine Erfolgsgeschichte

Die Erfolgsgeschichte der biodynamischen Bewegung begann 1924 im heutigen Polen. Auf dem Landgut Koberwitz hielt Rudolf Steiner eine Reihe von Vorträgen. Der Begründer der Anthroposophie wies besorgten Bauern einen Weg, im Einklang mit der Natur zu wirtschaften. Die acht Vorträge des «Landwirtschaftlichen Kurses» bilden bis heute die Grundlage für die biologisch-dynamische Landwirtschaft.

Vier Jahre nach der Initialzündung entstand 1928 die Marke Demeter, benannt nach der griechischen Göttin der Fruchtbarkeit der Erde und des Ackerbaus. Die ersten Demeter-Richtlinien wurden festgelegt.

Von da an wuchs die Bewegung stetig. Allein in den letzten zehn Jahren nahm die biodynamische Anbaufläche weltweit um 57 Prozent zu. Mehr als 7000 Landwirt*innen bewirtschafteten 2022 eine Gesamtfläche von 255 000 Hektar. In der Schweiz waren es letztes Jahr 419 Bauernbetriebe, die insgesamt 8356 Hektar biodynamisch bewirtschafteten.

Pioniere in der Schweiz

In der Schweiz waren es Rosa und Konrad Oswald, die bereits 1930 ihren Hof in Klarsreuti im Kanton Thurgau auf biologisch-dynamische Landwirtschaft umstellten. Sie gehörten zu den ersten Bio-Bauern der Schweiz. Der Oswaldhof existiert noch heute.

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft, deren Produkte unter dem Label Demeter in den Handel kommen, geht von einem ganzheitlichen, ökologischen und solidarischen Ansatz aus, mit dem Ziel, alle Beteiligten nachhaltig zu stärken. Zentral sind Humusaufbau, biodynamische Präparate und eine wesensgemässe Tierhaltung. Die Verarbeitung der Lebensmittel ist äusserst schonend und erlaubt nur wenige Zusatzstoffe.

Medienkontakt

Patrick Schellenberg, Kommunikation, 061 501 46 41, E-Mail

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Weitere Infos:

*  Demeter Schweiz = Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft und Schweizerischer Demeter-Verband