Eine Landwirtschaft, die alle stärkt

demeter_b_8457260_rgb

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft stärkt den Boden, die Pflanzen, die Tiere und die Menschen. Die Bäuerinnen und Bauern gestalten alle diese Bereiche bewusst in einem gesunden Kreislauf zur unverwechselbaren Identität ihres Hofes. Sie greifen aktiv in die Naturprozesse ein, immer mit dem Ziel, die Lebenskräfte zu stärken. Dazu nehmen sie alles Unterstützende zu Hilfe: die biodynamischen Präparate, das Arbeiten in Abstimmung mit Mond und Planeten, eine wesensgemässe Tierhaltung und die aktive Gestaltung der Landschaft, damit wichtige Nützlinge gute Lebensbedingungen vorfinden.

Eine zeitgemässe Anbauweise mit langer Tradition. Jeder biodynamische Bauer ist ein Forscher, jede biodynamische Bäuerin ist eine Kreative. Auf ihren Höfen gestalten sie das in den biodynamischen Kursen Gelernte auf individuelle Art und Weise und entwickeln neue verbesserte Methoden, die den individuellen Bedingungen der Hof-Umgebung entsprechen. Die Richtlinien für die biodynamische Landwirtschaft basieren auf dem «Landwirtschaftlichen Kurs», den Rudolf Steiner 1924 in Koberwitz vorgetragen hat. Die biologisch-dynamische Landwirtschaft wird seither weltweit erfolgreich praktiziert.

Die nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung: Auch unabhängige wissenschafltiche Forschung beschäftigt sich mit der biodynamischen Anbauweise. Sie gilt gemäss Langzeit-Studien als eine der nachhaltigsten Landbewirtschaftungen. Sie sorgt sie dafür, dass sic die Humusschicht im Prozess des Anbaus fortwährend bildet und so grosse Mengen von Kohlendioxid binden kann.


Auf Demeter-Höfen müssen Tiere gehalten werden, damit der Stoffkreislauf geschlossen ist. Wertschätzung und Dankbarkeit prägen die Haltung gegenüber den Tieren.

  • Die Tiere werden ihrem Wesen gemäss gehalten und gefüttert.
  • Sie sollen sich wesensgemäss verhalten können.
  • Demeter-Kühe behalten ihre Würde und ihre Hörner und sind regelmässig auf der Weide.
  • Sie werden mit biologisch angebautem Gras und Heu gefüttert, denn ihre Verdauung ist genau darauf angelegt.
  • Ist ein Tier erkrankt, wird es im Normalfall mit alternativer Medizin behandelt.
  • Biodynamisch gehaltene Tiere haben eine längere Lebenszeit.

Hahn im Glück
Als ethisch vertretbare Antwort auf die Frage, ob Huhn oder Ei, hat Demeter Schweiz das Projekt „Hahn im Glück lanciert. Es garantiert, dass die Brüder der Leghennen unter biodynamischen Bedingungen aufwachsen.

Die Pflanze wird einerseits vom Boden, andererseits durch Licht und Wärme in ihrem Wachstum gefördert. Die Pflege des Bodens, die Berücksichtigung der Mondrhythmen und die biodynamischen Präparate stärken die Pflanze. Alle Elemente werden bewusst ins Gleichgewicht gebracht, was der Pflanze ermöglicht, ihr ganzes Potential zu entfalten. Der Anbau von biologischen Lebensmitteln ist jedoch auf geeignete Sorten angewiesen. Eine ökologische Pflanzenzüchtung ermöglicht mehr Vitalität und Verträglichkeit und schafft eine grössere Sortenvielfalt. Demeter-Bauern gewinnen ihr Saatgut aus der eigenen Ernte oder beziehen es mehrheitlich von biodynamischen Saatgutzüchtern wie der Sativa usw. Die bewährten Sorten werden laufend durch gezielte Züchtung verbessert. Gut verträgliches Getreide, gehaltvolles, lange lagerfähiges Gemüse und aromenreiches Obst sind die Früchte dieser Pionierleistungen.
Pflanzenbau.

Hier können Demeter Saatgut und Jungpflanzen bezogen werden:

Gärtnern mit dem biodynamischen Kalender: Mehr Infos

traube_webWer nach Demeter-Richtlinien arbeitet, übertrifft die Anforderungen an den Bio-Weinbau noch um einiges: Damit ist nicht nur der Verzicht auf Pestizide und chemische Pflanzenschutzmittel verbunden sondern auch die Berücksichtigung der ökologischen Vielfalt im Rebberg und die qualitative Arbeit mit den Reben. Darüber hinaus werden Pflanzen und Boden gestärkt durch die biodynamischen Präparate. Die biodynamische Wirtschaftsweise trägt dazu bei, das Terroir im Wein geschmacklich voll erlebbar zu machen.

„Willst du Wein machen oder die Natur unterstützen?“ fragt der bekannte französische Demeter-Winzer Nicolas Joly. Er bringt es auf den Punkt: Qualität entsteht im Weinberg in der Hinwendung zur Natur. Das hat sich herumgesprochen: Weinkritiker loben die komplexen biodynamischen Weine, Winzerseminare zu biodynamischen Themen sind gut besucht, immer mehr Winzer schliessen sich Demeter an.frischgepresster-wein_web

Ohne Bienen kein Leben: Bienen sind zusammen mit anderen Insekten unerlässlich zur Befruchtung vieler Wild- und Kulturpflanzen. Dabei nehmen die Honigbienen einen besonderen Platz unter den Insekten ein: Sie bilden als Ganzes einen höchst faszinierenden Organismus, ähnlich dem eines Warmblütlers.
Bereits 1995 einigten sich die Demeter-Imker auf entsprechende Richtlinien. Als Heilmittel bei Krankheiten und Parasitenbefall werden genau die Stoffe eingesetzt, die auch natürliche Bestandteile des Honigs sind. Die Bekämpfung der Varroamilbe erfolgt daher ausschliesslich mittels organischer Säuren anstatt mit chemisch-synthetischen Mitteln. Das Entscheidende am Honig aus Demeter-Imkerei ist somit die artgemässe Pflege des Bienenvolkes.

Düngung: Bodenfruchtbarkeit dank eigener Kompostkultur

Düngung hat die Aufgabe, den Boden fruchtbarer zu machen. In der biodynamischen Landwirtschaft versteht man Düngung so, dass der Boden nicht nur für eine Ernte fit gemacht wird, sondern generell immer reichhaltiger und lebendiger werden soll – er bekommt mehr zurück, als ihm entnommen wird. Im Anbau stehen der Humusaufbau und die Gesundheit der Pflanzen im Mittelpunkt.

Wie wird dies erreicht? Der anfallende Dünger aus der Tierhaltung wird biodynamisch aufbereitet. Zusammen mit einer ausgewogenen Fruchtfolge und der manuellen Bearbeitung des Bodens wird die Bodenfruchtbarkeit gefördert. Die biologisch-dynamischen Präparate führen in homöopathischer Dosierung zu beeindruckenden Verbesserungen im Boden und bei den Pflanzen: Der Boden wird humusreicher, krümeliger und wohlstrukturierter, so dass er durchlässig ist für Luft und Wasser. Es entsteht ein Klima, in dem die Mikroorganismen gedeihen und für eine lebensfördernde Bodenaktivität sorgen. So finden sich im der biodynamisch bearbeiteten Boden die meisten Regenwürmer, und sie sind die wahren Meister der Bodenlockerung und -belebung.

Die biodynamischen Präparatedemeter_b_8457228_rgb_web

Die vielfältigen biodynamischen Präparate sind eine homöopathisch angewendete Methode, um Boden und Pflanzen stärken. Sie vermitteln Kräfte, die aus der umgebenden Luft, dem Boden und der gesamten Biosphäre stammen.

Die Kompostpräparate dienen dem lebendigen Aufbau des Bodens, der mit Hilfe der Präparate Schafgarbe, Kamille, Brennessel, Eichenrinde, Löwenzahn und Baldrian gesunden kann. Die wichtigsten Pflanzennährstoffe werden in eine organische Ordnung gebracht.

Die Spritzpräparate sind unter der Bezeichnung Hornmist (Präparat 500) und Hornkiesel (Präparat 501) bekannt. Beide Präparate begleiten die Pflanze während ihres ganzen Lebens von der Aussaat bis zur Ernte. Sie werden nach einer einstündigen Dynamisierung durch Rühren fein über die Kulturlächen versprüht. Ihre Aufgabe ist unter anderem, Licht- und Reife-Impulse zu geben, den Boden zu stärken und die Aromenbildung zu fördern.

Die erforderlichen Pflanzen werden regional von den Bäuerinnen und Bauern gesammelt und getrocknet. Es ist viel Arbeit und Erfahrung nötig, die ganze Vielfalt der Präparate herzustellen. Durch die Zusammenarbeit der Menschen der regionalen Demeter-Höfe wird das in Jahrzehnten erarbeitete Fachwissen weiterentwickelt und weitergegeben. Ein wesentlicher Faktor der Demeter-Anbauweise ist, dass sich die einzelnen Landwirte selber aktiv in diese Herstellung einbringen.
Auch die Lagerung der Präparate erfordert viel Umsicht. Das folgende Bild zeigt eine solches Präparate-Lager.

praparate-web

Der Lebensraum der Landwirtschaft erstreckt sich von der Wurzeltiefe unter der Erde bis über die Sonne hinaus in den planetarischen Raum. In dieser Polarität zwischen Himmel und Erde entwickelt sich das Leben. Der Jahreslauf, der Einfluss von Sonne und Mond, aber auch die weiteren Planeten sind wichtige Faktoren für die Gestaltung der Lebensrhythmen. Die biologisch-dynamische Landwirtschaft berücksichtigt die Einflüsse der Planeten und die des Tierkreises und arbeitet mit ihnen. Am stärksten werden die vielfältigen Einflüsse des Mondes beachtet. Aber auch die übrigen Planeten sind an der Pflanzenbildung beteiligt. Die Erde besitzt ihre eigenen Rhythmen. Allein durch ihre Drehung um die eigene Achse innerhalb von 24 Stunden entstehen pulsierende Bewegungen, Tag und Nacht. Die Veränderungen innerhalb der Atmosphäre haben auf die Pflanzen den grössten Einfluss. So ist zum Besispiel die Zellteilung nachts um drei Uhr am aktivsten, die Zellstreckung hingegen ist in den Nachmittagsstunden am intensivsten.