Wann: 8. März 2017, 9 bis 17.15 Uhr
Wo: Aula, FiBL, Ackerstrasse 113, 5070 Frick
Organisator: Fachgruppe Biowein
Entwicklungen im Bioweinbau: Die Bedeutung des Bioweinbaus hat in letzter Zeit enorm zu- genommen und auch für die nahe Zukunft stehen wir vor einer weiteren starken Flächenzunahme. So sollen zum Beispiel bis in 4 Jahren 60 % der Fläche in der Bündner Herrschaft biologisch bewirtschaftet werden. Was sind die Beweggründe hinter dieser Biovision und wie wird diese Grossoffensive angegangen?

Ein weiterer starker Trend ist der Demeter Bioweinbau. Was macht diese Produktionsart so attraktiv und an welchen Fragestellungen wird hauptsächlich gearbeitet?

Pflanzenschutz: 2016 geht wohl als das schlimmste Mehltaujahr im neuen Jahrtausend in die Geschichte ein. Was haben wir aus diesem Jahr gelernt und wie weit können auch in solchen Jahren Europäersorten mit sehr wenig oder sogar ohne Kupfereinsatz kultiviert werden? Auch gegen die Kirschessigfliege konnten weitere Erfahrungen in Versuchen und Praxis gesammelt werden, welche den Umgang mit diesem gefährlichen Schädling sicherer gestalten. Bodenfruchtbarkeit: Für eine bedarfsgerechte Pflanzenernährung ist eine hohe Bodenfruchtbarkeit Voraussetzung. Wie lässt sich diese nachhaltig verbessern und wie wirkt sie sich auf die Rebenleistung aus?

Piwi-Sorten: Pilzwiderstandsfähige Sorten entsprechen einer ökologischen Ausrichtung im Weinbau zweifellos am besten. Welche Bedeutung haben sie und wie lässt sich diese steigern? Welche ökologischen Mehrleistungen bieten Piwi- und Bioweine? Zudem werden Anbau- und Verarbeitungsempfehlungen zum neuen Piwi-Hoffnungsträger „Divico“ vermittelt. Es können ein paar Ausbauvarianten verkostet werden.

Weinverarbeitung: Der Begriff “Naturwein“ ist in aller Munde und Weine mit möglichst wenig Zusätzen und ohne aufwändige Kellertechnik ausgebaut, werden zunehmend nachgefragt. Unter welchen Voraussetzungen und Methoden führt eine Spontangärung mit betriebseigenen Hefen zum Erfolg und wie kann der Schwefelzusatz weiter reduziert und trotzdem ein stabiler Wein produziert werden? Biowinzer berichten von ihren langjährigen Erfahrungen.

Nebst der Informationsvermittlung bietet die Tagung eine ausgezeichnete Gelegenheit für den Austausch unter Berufskolleginnen und -kollegen.

Infos und Anmeldung